Tag 4: Aufarbeitung Konferenztisch

Heute gab es gute und schlechte Arbeitsresultate. [Werbung, da Marken erkennbar sind].
Ich beginne mit den Schlechten: Meine Tischplatte sah im getrockneten Zustand recht gut aus. Die Ablage hat mir jedoch gar nicht gefallen. Weder vom Farbton noch vom Zustand! Das Ergebnis erkläre ich mir so, daß für die Tischplatte ein hochwertiges Furnier verwendet wurde und für die Ablage ein dünneres minderwertigeres. Zudem konnte ich wegen des schmalen Zwischenraums nur per Hand arbeiten. Nach Rücksprache mit meinem Auftraggeber wird die Ablage nun, so wie das Gestell, in seidenglänzendem Schwarz lackiert.

Es gibt also noch einen fünften Arbeitstag 😅.
Heute, also zwischen dem ersten und zweiten Lackiergang der Platte, war es Zeit für Retuschearbeiten. Erst nachdem der erste Lack aufgetragen und vollständig getrocknet ist, erkennt man den finalen Holzfarbton und kann sich die entsprechenden Retuschierstifte und -Farben aussuchen. Für diesen Teak-Ton habe ich Mahagoni und Eiche hell kombiniert. Mit Mahagoni habe ich die hellen Stellen, an denen z.B. das Furnier durchgeschliffen war oder sich Kratzer und kleine Löcher im Furnier befanden, zunächst deutlich abgedunkelt. Wenige Sekunden (!) später übermale ich die Stelle großzügig mit dem helleren Stift und tupfe etwas mit dem Finger nach, sodaß sich die Farbtöne vermischen. Auch hier ist es wichtig in Maserungsrichtung zu malen.
Diese kleinen feinen Arbeiten nehmen viel Zeit und Geduld in Anspruch, sie lohnen sich aber auch!!
Zwischen den Lackierdurchgängen werden Oberflächen am besten fein angeschliffen. Hierfür verwende ich gern Schleifmatten mit einer 180er Körnung. Die Matten sind sehr praktisch, da sie beidseitig verwendbar sind und in der Mitte einen Schaumstoffkern haben.
Bei meinem zweiten Unolit-Auftrag (Klarlack) sind mir viele kleine Luftbläschen auf der Oberfläche aufgefallen, die ich mir nicht erklären konnte. Die verwendete Walze wurde mir für den Auftrag von lösemittelhaltigen Lacken empfohlen… Obwohl es riskant ist im laufenden Arbeitsgang etwas zu verändern, habe ich mich für eine andere Walze entschieden… Fortsetzung folgt! 😉