Faustregel zu wasser- und lösemittelbasierten Beizen und Lacken

Einem Farbenprofi der Firma „Kniep Farben Köln„, konnte ich eine „Faustregel“ entlocken:

„Wasserbasierte Beizen werden am besten mit lösemittelhaltigen Lacken versiegelt, damit sich die Flüssigkeiten nicht miteinander vermischen. Es kann sonst passieren, daß die Farbpigmente ausgeschwemmt werden und „Wölkchen“ im Klarlack bzw. auf der Oberfläche entstehen. Am besten arbeitet man gegensätzlich und verwendet bei lösemittelhaltigen Beizen einen wasserbasierten Klarlack.

Bei einem „Lackaufbau“ verhält es sich anders. Hier ist es wichtig „im System“ zu bleiben. Beispiel: Würde man einen wasserbasierten Buntlack mit einem lösemittelhaltigen Klarlack versiegeln, dann hätte man ein starres Produkt auf einem flexiblem Material und das könnte Risse in der Oberfläche verursachen. Andersrum ginge es wieder: streicht man eine Oberfläche mit einem lösemittelhaltigen Buntlack, weil dieser die Inhaltsstoffe vom Holz isoliert (Thema dunkle/gelbe Flecken a.d. Oberfläche), kann ich mit einem wasserbasierten Klarlack versiegeln.“

Danke für die kleine Hilfe 🙂

 

Foto: Alessandro De Matteis, www.alessandrodematteis.com