Art und Antik Messe Münster – Rückblick (14 Fotos)

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Ein Text von Stefanie Treiber über zwei erlebnisreiche gemeinsame Tage auf der Art & Antik Messe 2018 in Münster…

Foyer der Halle Münsterland mit einer Preview der Masterpiece Münster

Foyer der Halle Münsterland mit einer Preview der Masterpiece Münster

Zusammen mit meiner Freundin und Kollegin Esther Ollick von Bares für Rares sind wir dieses mal auf der Art und Antik Messe Münster. Kaum haben wir das Foyer der Halle betreten, werden wir von zahlreichen Designklassikern herzlich empfangen: Liegen von Luigi Colani bis Eames, Tische von Bruno Mathsson bis Rudi Bonzanini und das Ganze herrlich beleuchtet von den stylischen BIG BUBBLE LAMP von dem skandinavischen Designer Alex de Witte.

Liege Karlo Hauner und Martin Eisler (1960)

Unsere Augen funkeln! Da uns unsere Begeisterung dieser toll inszenierter Designwelt anzusehen ist, kommen wir schnell ins Gespräch mit den Repräsentanten der Designausstellung über Evergreens im Interiordesign, über Trends bei den angesagten internationalen Messen, wie z.B. Jagdtrophäen aus Holz und Metall, oder den fantastischen Tischläufer, der aus lauter kleinen Holzdreieckchen besteht, die wunderschön im Licht glitzern und funkeln, je nachdem wie man das „Wooden Textile“ von Elisa Strozyk drapiert- we like!

Im Dialog mit den Masterpiece Veranstaltern. Im Vordergrund: Wooden Tabelrunner von Elisa Strozyk (2015)

Das ist also die neue Sonderausstellung MASTERPIECE MÜNSTER der Art & Antik- gelungen finden wir.

Jetzt wollen wir aber die richtigen antiken Schätze sehen, auf die wir uns schon so gefreut haben- auf geht´s in die Haupthalle.

Wunderschöne antike Möbel fallen uns als erstes auf bei der Galerie Balbach. Timo Balbach zeigt uns voller Begeisterung fast jedes seiner Einzelstücke- wir dürfen Geheimfächer in den barocken Sekretären suchen, das traurigen Abbild Napoleons auf einem runden Salontisch ergründen und als Highilght den unendlich langen Tisch für 14 Pers. zu einem ovalen Mini-Tisch zusammenschieben- Technik über 100 Jahre alt, die immer noch begeistert.

Timo Balbach auf seinem Messestand

Timo präsentiert uns die beeindruckende Ausziehtechnik seines Tisches

Wir schlendern weiter und kommen von einem Galeriestand zum Nächsten. Wunderschöne Bilder, herrlich restauriert, sorgfältig ausgewählt. Bei der Galerie Ruldolf lernen wir Annegret Rudolf kennen, die aus einem der renommiertesten Kunsthändlerhäusern Deutschlands kommt. Bilder der klassischen Moderne von Dali, Dix, Marc Chagall, Hermann Hesse und natürlich Zille „Drücken musste!“

Völlig entspannt erzählt uns Anne die spannende Geschichte von den Anfängen ihres Vaters in Heidelberg, der früh anfing Zille zu sammeln und sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet hat. Lachend fügt ihr Vater Gernot Rudolf mit einem leicht schwäbischen Akzent hinzu: s´war halt net alles so einfach damals, gell Anne… – eine schöne Familiengeschichte! Da wir uns leider noch keinen Chagall leisten können, kaufen wir dem 7jährigen Sohn Ferdinant Rudolf für 1,50EUR eine kleine Zeichnung ab – wer weiss, was aus dem noch wird…!

Stefanie Treiber ist begeistert von dem Messeangebot

Ganz besonders haben wir uns auf die Sonderausstellung POSITIONEN DER GEGENWART gefreut. Hier werden auf 5 Ständen junge Nachwuchstalente gezeigt, die zweifelsohne polarisieren. So z.B. die Zeichnungen des Künstlerfrauenpaares CRAJES aus Barcelona, die herrlich frische unverbrauchte Kunst machen. Ihr deutscher Verleger und Kunsthändler Kolja Steinrötter von der Galerie FB69 aus Münster, der ausschließlich Künstlerinnen verlegt, schwärmt von den beiden Spanierinnen, die in ihrem Heimatland schon sehr erfolgreich sind. Zu Recht, wir verlieben uns direkt in ihre Bilder.

Messeauftritt der Galerie FB69, Kolja Steinrötter

Uns interessiert, an was Kolja gute Nachwuchskünstler ausmacht: „jedenfalls nicht an dem Verkaufspreis ihrer Bilder. Der Preis sagt gar nichts über die Qualität eines Künstlers aus. Er muss erst über Jahre seine Qualität durch innovatives künstlerisches Verständnis beweisen. Wie bei den ganz großen Künstlern kann es über den Tod hinaus gehen, bis jemand sich in der Kunstszene etablieren kann. Und er muss eine Botschaft haben, irgendetwas was ihn von den anderen unterscheidet- und vor allem muss er an sich und seinen Wert glauben und sich niemals unter Wert verkaufen – Stichwort: Zahnarztpraxis!

Wir bleiben fast eine Stunde und kommen von Hölzchen auf Stöckchen –  Kolja hat Ahnung und Leidenschaft für seinen Beruf und er will was bewegen, das merkt man!

Zum Abschied bekommen wir von dem sympathischen Herrn noch handsignierte Posterdrucke von den CRAJES Ladies als Erinnerung – danke dafür!

Bilder von den Künstlerinnen CRAJES, mit Galerist Kolja Steinrötter

Die Art & Antik hat aber nicht nur Möbel und Bilder zu bieten, sondern auch Schmuckliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Edelster Antikschmuck von Hermès finden wir bei Laura Schmitz und ihrer Mutter Miriam Schmitz. Stolz zeigt uns Laura eine wunderschöne handgefertigte Brosche von Hermès, die einen Erpel im Auffliegen zeigt aus Gold und Smaragden – wow! “ Ich bin für Gold und Mama ist für Silber zuständig“ Gemeint ist das beeindruckende Tafelsilber zu unserer Rechten: Art Deco Kerzenständer, Jugendstilkannen uvm….was das Herz begehrt. Kein Wunder ist dieses Sortiment ausgezeichnet, denn auch dieses sympathische Mutter-Tochtergespann lebt für seinen Beruf- „wir können gar nicht anders“, sagen die beiden und lachen.

Prosecco auf der Vernissage, das macht Laune!

Schräg gegenüber finden wir Bares für Rares Kollegin Saskia Seewald mit ihrem Schmuckstand. Saskia zeigt uns ihr ältestes Stück, ein Ring aus der Mitte  des 19Jh. in beeindruckendem Zustand. Dafür geht man doch auf Messen, um so seltene Stücke zu sehen!

Nach so viel Input genehmigen wir uns einen Prosecco und stoßen noch schnell mit Susanne Steiger auf ihren sehr, sehr schön gestalteten Stand an, bevor die Messetore schließen.

Bares für Rares Kolleginnen Esther Ollick und Susanne Steiger auf der Art & Antik

Fazit von uns zu der Art & Antik:

Leidenschaft pur – Familiengeschichten deluxe!

Hingehen lohnt sich – die Art & Antik zeigt sich bestimmt auch nächstes Jahr wieder mit neuen Highlights.

Auch wenn man sich keines der Exponate leisten kann. Es ist wie ein wunderschöner Museumsbesuch durch alle Epochen der Moderne, mit Offenheit und Herzblut vermittelt.

Wir lassen den Abend in der berühmt berüchtigten Roten Lola ausklingen bei einem hauseigenen Bierchen. Auch dieses Gebäude hat schon viel Geschichte geschrieben…

Feierabendbier in der Roten Lola in Münster

Text: Stefanie Treiber

Fotos: Esther Ollick, Stefanie Treiber

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